Donnerstag, 23.09.2004
Verheugen ist entschlossen...
Dienstag, 14.09.2004
Arnulf Baring liest
...in politischen Zeitschriften zum Thema EU-Türkei und findet widerstreitende (Experten-)Meinungen. Besonders interessant ist eine Aufsatzsammlung aus der Beilage "Aus Politik und Zeitgeschichte" des "Parlaments" mit Beiträgen von Udo Steinbach, Hans-Ulrich Wehler und anderen.
Freitag, 10.09.2004
Klassisches Eigentor
Dass Erdogan darüber nachgedacht haben soll, Ehebruch unter Strafe zu stellen, ist ein klassisches Eigentor, wie es immer mal wieder passiert. Bei einem Beitritt zur EU gilt der EU-Rechtsatz, damit ist diese Idee sowieso vom Tisch. Vielleicht ein weiterer Versuch der türkischen Regierung, den zögerlichen und bedenkenträgerischen Europäern zu zeigen, wo es hin gehen könnte, würde die Türkei nicht aufgenommen? Wenn ja, dann sollte sich der Premier einen neuen Public Relations Berater besorgen. In der Kommission sind solche Fehltritte natürlich Futter für die Beitrittsgegner.
Donnerstag, 29.07.2004
Interview mit Erik-Jan Zürcher
Der Leidener Professor Erik-Jan Zürcher hat sich mit der Frage beschäftigt, was die tatsächlichen Konsequenzen eines Beitritts der mehrheitlich muslimischen Türkei für Europa bedeutet. Das Financial Dagblad hat ihn dazu befragt. Englische Übersetzung aus abig.org)
Szenarien und Implikationen für einen Beitritt der Türkei
Das Center of European Reform hat einen lesenswerten Essay zum Thema veröffentlicht. In den strategischen Implikationen hebt die Autorin Heather Grabbe auch die zentrale Rolle der öffentlichen Meinung in den Mitgliedsstaaten hervor:
Persuade the European public, not just the Commission and heads of government. Although the Commission will manage the negotiations, Turkey?s eventual accession depends on the member-states and their domestic politics. The Ankara government
needs to persuade the whole panoply of EU opinionformers ? journalists, commentators, parliamentarians and business-people ? that it can one day be an asset as a member-state. The eastward enlargement of the EU was a largely elite-led exercise, and no member-state held a referendum on it. But Turkey?s accession has to be accepted by the European public, because it will inevitably transform
the EU?s nature.
Persuade the European public, not just the Commission and heads of government. Although the Commission will manage the negotiations, Turkey?s eventual accession depends on the member-states and their domestic politics. The Ankara government
needs to persuade the whole panoply of EU opinionformers ? journalists, commentators, parliamentarians and business-people ? that it can one day be an asset as a member-state. The eastward enlargement of the EU was a largely elite-led exercise, and no member-state held a referendum on it. But Turkey?s accession has to be accepted by the European public, because it will inevitably transform
the EU?s nature.
Montag, 19.07.2004
Historische Chance oder historischer Fehler?
Etwas für Sympathisanten der Türkei aus der New York Review of Books:

The prospect of EU membership is a principal reason why Turkey is now moving so resolutely toward full democracy, which means that Europe has already had a very positive effect on Turkish life. This is a welcome example of how democratic countries can use their influence to promote the cause of freedom abroad. "While the hard power of the United States is destroying Iraq," Sahin Alpay, a professor of politics at Istanbul's Bahcesehir University, told me, "the soft power of Europe is transforming Turkey."

The prospect of EU membership is a principal reason why Turkey is now moving so resolutely toward full democracy, which means that Europe has already had a very positive effect on Turkish life. This is a welcome example of how democratic countries can use their influence to promote the cause of freedom abroad. "While the hard power of the United States is destroying Iraq," Sahin Alpay, a professor of politics at Istanbul's Bahcesehir University, told me, "the soft power of Europe is transforming Turkey."
Zwei etwas ältere aber lesenswerte Artikel...
Nötige Geschichtsstunde
Barbie Haller - ja, die Frau heißt wirklich so - ist nicht nur in jungen Jahren schon Mitglied im Bundesvorstand der Liberalen, sondern vertritt auch noch eine erfrischend andere Meinung zur Beitrittsfrage. Allen, die das Argument angeblich inkompatibler Kulturen jederzeit gerne zum Beenden sachlicher Diskussionen verwenden, sei Hallers Artikel "Die gehören nicht dazu" empfohlen Sonntag, 04.07.2004
Beust ın Ankara
Hamburgs Bürgermeister Ole cvon Beust sah sich Mehrzwecksporthallen ın der türkıschen Hauptstadt, an sprach aber auch mıt dem türkıschen Innenmisister Abdulkadir Aksu ('Prinzıp Null Toleranz'), Aussenminister Gül und dem türkıschen Vertreter von Amnesty İnternational. Auch nach seinem Besuchm (er habe durchaus 'ambivalente' Eındrücke gewonnen) bleibt Beust bei seiner Minderheitenposition innerhalb der CDU/CSU.
Polens neuer Premier für Beitrıtt der Türkei
Wie US-Präsident Bush, der britische Premierminister Blair, Frankreichs Präsident Chirac und Bundeskanzler Schröder spricht sich Belka für den EU-Beitritt der Türkei aus, da es außenpolitisch "eine enorme Chance für die Stabilisierung der ganzen Region" wäre. WELT am Sonntag
Gaebe es einen "Beitrittsmesser" für einen Beıtritt der Türkei, dann waere er wohl derzeıt positiv.
Gaebe es einen "Beitrittsmesser" für einen Beıtritt der Türkei, dann waere er wohl derzeıt positiv.
...von CDU-Politiker Ruprecht Polenz: